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Daniel Lauterkorn

Stuttgarter Schulen

Das Forschungsprojekt „Stuttgarter Schulen“ befasst sich mit der Tragfähigkeit der Schulgebäude in Stuttgart
FP

Das Fachgebiet Tragkonstruktionen wurde aufgefordert, ein Konzept zu entwickeln, mit dem es möglich ist, den gesamten Gebäudebestand der Stuttgarter Schulen auf die Belange der Standsicherheit zu bewerten, Prioritäten für die Sanierung herauszuarbeiten und ein Werkzeug zu entwickeln, das bei der Instandsetzung und Instandhaltung der Bauwerkssubstanz unterstützt. Die Analyse und der Vergleich der verschiedenen Baukonstruktionen in Bezug auf ihr Alter, ihren Konstruktionstypus, ihren Zustand soll eine Priorisierung ermöglichen. Damit soll die Reihenfolge der zu sanierenden Konstruktionen, die Prüfintervalle und die Art der Prüfungen festgelegt werden, um eine dauerhafte Bauwerksnutzung zu gewährleisten.

Die Anzahl der Gebäude (500 Schulgebäude, Turn- und Lehrschwimmhallen) verdeutlicht, dass nur ein systematisches Vorgehen zielführend sein kann. Die ältesten Gebäude des Bestandes stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Daraus ergibt sich eine sehr große Vielfalt an Konstruktionsarten, an denen sich der Stand der Technik im Bauwesen widerspiegelt. Nach der Konzeptphase wurde Mitte des Jahres 2012 mit den ersten Untersuchungen begonnen. Die Gesamtmaßnahme sieht insgesamt zehn Bearbeitungsphasen vor, von denen zurzeit die ersten vier Phasen bearbeitet werden. Hierbei handelt es sich um die

  • Phase 1: Archivrecherche
  • Phase 2: erste visuelle Begutachtung (Gebäudebegehung)
  • Phase 3: Klassifizierung, Kategorisierung, Katalogisierung
  • Phase 4: detaillierte visuelle Begutachtung der freigelegten Konstruktionen.

Nach der Phase 4 wird festgelegt, ob weitere Untersuchungen oder Maßnahmen erforderlich werden.

Begonnen wurden die Untersuchungen mit den Schulen, welche Bauwerke mit dem Baujahr vor 1939 im Bestand haben. Es wurden durch das Fachgebiet Tragkonstruktionen die Archivrecherchen für 191 Bauwerke durchgeführt und 96 Gebäude wurden in der Phase 2 begangen. An drei historischen Gebäuden wurden die Konstruktionen freigelegt und bewertet. Mit der Einordnung der recherchierten Bauwerke und Konstruktionen konnte ebenfalls begonnen werden.

Es gibt noch sehr viel zu tun, aber eines zeichnet sich jetzt schon ab: Die Untersuchungen liefern einen sehr interessanten und einzigartigen Überblick über 150 Jahre Baugeschehen im Schulbau und eröffnen die Möglichkeit, eine große Anzahl von Konstruktionen in ihrer Dauerhaftigkeit zu untersuchen und zu bewerten.